Galapagos Inseltour Tag 6 – Charles Darwin Station

Charles Darwin Station

Am letzten Tag wurden wir wieder in Puerto Ayora abgesetzt, wo wir unsere Reise begonnen hatten. Hier besuchten wir noch die Charles Darwin Station, einer Aufzuchtstation für Iguanas und Glapagos Schildkröten, um den Fortbestand der Rassen zu sichern. Die großen Landschildkröten waren schon sehr beeindruckend, aber kein Vergleich zu denen, die wir in freier Natur im Wasser gesehen hatten.

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So ging unsere Schiffstour mit ein bisschen Geschichte zu Ende. Wir suchten uns eine Unterkunft, in der wir noch ein paar Tage für uns auf der Insel genießen konnten.

Auf den Spuren Charles Darwins – Die Galapagos Inseln

Es war endlich so weit, das finale und vielleicht grösste Highlight unserer Reise. Der Flug auf die Galapagos ging von Guayaquil aus. Hier hatten wir nur eine Nacht im Hostel verbracht, da wir von der Stadt auch keine guten Kritiken gehört hatten. Vom Flieger aus machten die Inseln zunächst einen etwas kargen Eindruck. Zwar konnte man hier und da an der Küste die schöne Wasserfarbe erahnen, den Eindruck des erhofften Inselparadieses machten die Inseln aus der Luft jedoch noch nicht auf uns.

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Ankunft auf den Enchanted Islands

Nach der Landung erwartete uns noch mal eine zwei-Stündige Reise über die Insel. Erst mit dem Bus, dann mit der Fähre und schließlich noch mal mit dem Bus. Wir hatten nichts gebucht, deshalb ließen wir uns erstmal im Zentrum des grössten Ortes Puerto Ayora, auf der zentral gelegenen Isla Santa Cruz absetzen. Mit unseren Rucksäcken machten uns auf die Suche nach einer Unterkunft und wurden auch bald fündig. Am Nachmittag klapperten wir dann die Reisebüros ab, um nach guten Last-Minute-Deals zu suchen. Die Galapagos sind ein Luxus Reiseziel, das war uns bewusst, aber wir hatten die Hoffnung auf einen gutes Angebot am Vorabend noch nicht aufgegeben. Nach einigem Suchen entschieden wir uns dann für eine 6-Tägige Bootsfahrt, auf der mehrere Inseln angelaufen werden.

Ninfa Laguna

Bevor die Reise los ging, hatten wir noch einen Tag Puffer, den wir dazu nutzten, die nahe gelegenen Ziele um Puerto Ayora herum zu besichtigen. Direkt am Ort gelegen besuchten wir zunächst die Ninfa-Lagune. Hier spült zur Flut Salzwasser vom Meer hinein und mischt sich mit dem Süßwasser von der Insel. So leben hier zur Flut und zur Ebbe verschiedene Arten von Wasserbewohnern. Ein hölzerner Rundgang führte durch die Mangroven um die Lagune herum. Bereits hier wunderten wir uns, wie wenig scheu die Tiere hier waren. Die Vögel, die um uns herum zwitscherten, hüpften munter um uns herum, ohne sich durch unsere Gegenwart groß beeindrucken zu lassen. Auf einer kleinen Brücke, die über den Meeres-Zufluss führte, machten wir kurz Pause, um der Ruhe und dem Vogelgezwitscher zu lauschen und beobachteten das Wasser. Die Flut hatte gerade eingesetzt. Wir hofften darauf, vielleicht einen Fisch beim Einlaufen in die Lagune zu entdecken. Doch statt eines Fisches kam mit dem Strom auf einmal eine riesige Schildkröte hineingespült. Wir waren hin und weg, damit hatten wir nicht gerechnet! Ein besonderer Moment.

Tortuga Bay

Nach dem tollen Schildkröten Erlebnis bei der Lagune gingen wir noch zur nahe gelegenen Bucht Tortuga Bay. Hier werden die Wasserschildkröten aus der Brut-Station wieder ausgesetzt. Um dorthin zu gelangen legten wir etwa einen 45 Minuten Marsch hin. Die Bäume und Pflanzen versprühten einen speziellen Duft, immer wieder liefen uns kleine Salamander, sogenannte Lava-Lizzards, über den Weg. Kleine Finken-Vögel in den verschiedensten Farben flatterten uns immer wieder entgegen.

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Dann erblickten wir endlich das Meer. Türkis-Blau schimmerte es hinter dem feinsten weißen Korallensandstrand, den wir je erblickt hatten. Auf den recht ordentlichen Wellen vergnügte sich der eine oder andere Surfer. Insgesamt war der Strand aber dennoch ziemlich leer, da er eben sehr weitläufig war. So stelle ich mir das Paradies vor!

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Wir konnten unser Glück gar nicht fassen und machten erstmal einen Spaziergang am Strand entlang, um uns ein lauschiges Plätzchen zu suchen. Ein paar Lavagestein-Felsen trennten den Strand in einzelne Buchten. Auf den schwarzen Steinen entdeckten wir rot-blaue Krebse, die Zuflucht vor dem Wasser suchten. Vorsichtig näherten wir uns ihnen, immer bedacht, dass sie uns nicht in die Zehen zwickten. Dann auf einmal bewegte sich der Stein neben uns. Wir drehten uns um und entdeckten den perfekt getarnten Leguan, der farblich vom Stein kaum zu unterscheiden war. Die Wasser-Leguane, die hier als Marine-Iguanas bezeichnet werden, wärmten sich aus auf dem heißen Lavagestein auf.

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Wir wanderten die Bucht noch etwas weiter, wo dann auch Hinweis-Schilder auf die Urzeit-artig anmutenden Inselbewohner aufgestellt waren. Sie lagen hier überall auf den Felsen oder auf dem Sand herum und ließen sich von den Menschen nur wenig beeindrucken. Hin und wieder rotzten sie mal etwas aus, was man aber nicht persönlich nehmen muss. Da sie Salzwasser trinken müssen sie den Salzgehalt hin und wieder los werden und feuern deshalb die dehydrierte Salzlake durch ihre Nüstern nach draußen.

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Etwas weiter entdeckten wir dann noch eine Salzwasser Lagune, wo wir uns im Halb-Schatten einer der Mangroven nieder ließen. Hier verbrachten wir den Nachmittag, ließen uns von den fast schon penetranten Vögeln beim Lesen terrorisieren und genossen es, im Paradies zu sein. Morgen sollte dann unser Boat-Trip starten.

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Und hier die Bilder des ersten Tags auf den Galapagos Inseln

Mancora – der Strand hat uns wieder

Nach einem schnellen Flug und einer anschließenden 2-Stündigen Taxifahrt kamen wir Abends in Mancora an. Der kleine Strand-Ort wirkte lebhaft, überall auf der Strasse fuhren kleine Motor-Rikschas knatternd und hupend durch die Gegend. Wir hatten uns ein paar Unterkünfte rausgesucht und kamen die ersten Tage schließlich im Laguna Surfcamp unter. Ein nettes Hostel aus kleinen Bambus-Hüttchen, Hängematten vor der Tür und im Palmen-bewucherten Garten. Außerdem war es direkt am Strand, was will man mehr? Naja, warmes Wasser wäre nett gewesen.

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Hier verbrachten wir ein paar entspannte Tage, ließen uns tagsüber die Sonne auf den Pelz brennen, zum Surfen waren die Wellen leider nicht hoch genug.

Spannend zu beobachten waren auch die Vögel am Strand, vermutlich Fregatten. Ihr Jagd-Stil für Fische war wirklich beeindruckend. Sie kreisten spähend über dem Ozean, um sich dann suezidartig im kreiselnden Sturzflug ins Wasser zu stürzen. Ein spannendes Schauspiel. Einmal beobachteten wir sogar, wie sich ein ganzer Schwarm von Ihnen auf Beutefang machte. Der Himmel war von ihnen verdunkelt und im Wasser platschte es nur noch.

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Nach ein paar Tagen zogen wir noch mal in eine andere Unterkunft um, die wir schon vorher über das Internet gebucht hatten und die vielversprechend war. Hier erwartete uns am Rand des kleinen Örtchens eine, im balinesischen Stil hergerichteter, Entspannungs-Oase. Kleine Buddha Statuen mit rosa Blümchen in den gefalteten Händen sassen im Schatten der Palmen des Zen-Gartens und wiesen den Weg zum kleinen Pool, an dem wir die kommenden Vormittage beim Lesen verbrachten. Ein herrlich ruhiger Ort.

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Die Nachmittage verbrachten wir am Strand oder in einem der zahlreichen guten Cafés. An einem der Abende lernten wir noch zwei Schweizer kennen (Siehe auch Abschnitt Reisegefährten), die auf einer Motorrad-Weltreise waren; mit einer Zeitplanung von je 2-3 Jahren! Die Zeit muss man erstmal haben… Mit den beiden trafen wir uns das eine oder andere Mal und tranken ein paar Bierchen oder Cocktails. So konnte auch Sara mal wieder ihre eigene Sprache genießen.

Mancora war für uns genau der richtige Ort, um nach den vielen Erlebnissen mal wieder runter zu kommen und die Seele baumeln zu lassen. Großartig! Nach einer Woche hier trennten sich dann auch unser Weg von Saras. Sie wollte ins Landesinnere von Ecuador, während wir einen Flug auf die Galapagos Inseln gebucht hatten!

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