Mancora – der Strand hat uns wieder

Nach einem schnellen Flug und einer anschließenden 2-Stündigen Taxifahrt kamen wir Abends in Mancora an. Der kleine Strand-Ort wirkte lebhaft, überall auf der Strasse fuhren kleine Motor-Rikschas knatternd und hupend durch die Gegend. Wir hatten uns ein paar Unterkünfte rausgesucht und kamen die ersten Tage schließlich im Laguna Surfcamp unter. Ein nettes Hostel aus kleinen Bambus-Hüttchen, Hängematten vor der Tür und im Palmen-bewucherten Garten. Außerdem war es direkt am Strand, was will man mehr? Naja, warmes Wasser wäre nett gewesen.

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Hier verbrachten wir ein paar entspannte Tage, ließen uns tagsüber die Sonne auf den Pelz brennen, zum Surfen waren die Wellen leider nicht hoch genug.

Spannend zu beobachten waren auch die Vögel am Strand, vermutlich Fregatten. Ihr Jagd-Stil für Fische war wirklich beeindruckend. Sie kreisten spähend über dem Ozean, um sich dann suezidartig im kreiselnden Sturzflug ins Wasser zu stürzen. Ein spannendes Schauspiel. Einmal beobachteten wir sogar, wie sich ein ganzer Schwarm von Ihnen auf Beutefang machte. Der Himmel war von ihnen verdunkelt und im Wasser platschte es nur noch.

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Nach ein paar Tagen zogen wir noch mal in eine andere Unterkunft um, die wir schon vorher über das Internet gebucht hatten und die vielversprechend war. Hier erwartete uns am Rand des kleinen Örtchens eine, im balinesischen Stil hergerichteter, Entspannungs-Oase. Kleine Buddha Statuen mit rosa Blümchen in den gefalteten Händen sassen im Schatten der Palmen des Zen-Gartens und wiesen den Weg zum kleinen Pool, an dem wir die kommenden Vormittage beim Lesen verbrachten. Ein herrlich ruhiger Ort.

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Die Nachmittage verbrachten wir am Strand oder in einem der zahlreichen guten Cafés. An einem der Abende lernten wir noch zwei Schweizer kennen (Siehe auch Abschnitt Reisegefährten), die auf einer Motorrad-Weltreise waren; mit einer Zeitplanung von je 2-3 Jahren! Die Zeit muss man erstmal haben… Mit den beiden trafen wir uns das eine oder andere Mal und tranken ein paar Bierchen oder Cocktails. So konnte auch Sara mal wieder ihre eigene Sprache genießen.

Mancora war für uns genau der richtige Ort, um nach den vielen Erlebnissen mal wieder runter zu kommen und die Seele baumeln zu lassen. Großartig! Nach einer Woche hier trennten sich dann auch unser Weg von Saras. Sie wollte ins Landesinnere von Ecuador, während wir einen Flug auf die Galapagos Inseln gebucht hatten!

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Kurzer Zwischenbstop in Lima

Lima, auch als Molloch am Pazifik bezeichnet, lag eigentlich nicht auf unserer Wunschroute. Daran vorbei kommt man allerdings leider auch nicht, weil alle Busse an der Küste entlang hier halten. Wir hatten uns nach dem vielen anstrengenden Sightseeing dafür entschieden, auf dem schnellsten Weg an die Strände Nord-Perus zu fahren. Dafür hatten wir einen Flug von Lima aus gebucht. Wir übernachteten also eine Nacht im schönen und zentral gelegenen Stadtteil Mira Flores.

Viel von der Stadt sahen wir nicht, wir schafften es nicht einmal zum Strand, den wir allerdings im Vorbeifahren im Bus schon gesehen hatten; besonders angesprochen hatte er uns nicht. Statt dessen gingen wir gut essen, denn das kann man in Lima wirklich gut machen. So bekanten wir hier wieder guten Kaffee, Torten und was das Schlemmer Herz noch so begehrt. Unter Anderem aßen wir hier auch das beste Ceviche unserer Reise! Insgesamt wirkte die Stadt auch nicht soo übel, wie sie in den Reiseführern zerrissen wird. Wer weiß, beim nächsten Mal bleiben wir vielleicht ein bisschen länger.

Paracas – Heimat der Seelöwen und Pinguine

Paracas, auch die Galapagos für Arme genannt, war nur etwa eine Stunde mit dem Bus von Huacachina entfernt. Der Ort war wirklich hässlich und schlecht entwickelt, meine Güte. Aber wir waren nicht wegen der Stadt, sondern der nahe gelegenen, von Vögeln bewohnten Inseln, den Islas Balestas, hier her gekommen. Wir suchten eine halbwegs brauchbare und günstige Unterkunft, was bei der Halsabschneider‑Mentalität der Peruaner nicht so leicht war. Wir fanden schließlich etwas nettes und buchten auch direkt eine Boots-Tour für den kommenden Tag.

Die Tour startete bereits früh am Morgen, um 06:45 sollten wir bereits bei der gegenüberliegenden Reiseagentur aufkreuzen. Um 07:15 waren wir bereits auf dem Boot, auf dem wir etwa eine Stunde zu den Islas Balestas fuhren. Unterwegs sahen wir noch rituelle Zeichnungen, ähnlich den Nazca Linien. Die Kontur eines Kaktus, schräg in den Felsen gehauen, so dass man ihn auch vom Wasser aus sehen konnte. Unser Guide bemühte sich herauszuarbeiten, in wie vielen Belangen dieses Relikt vergangener Hochkulturen den deutlich prominenteren Nazca-Linien voraus waren. So war es nicht nur vom Boden aus zu sehen, sondern auch noch 10 Zentimeter tiefer in den Boden eingelassen, Huiiii!

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Schließlich erreichten wir die Islas Ballestas. Auf dem Weg hatten ins schon die ganze Zeit Vögel wie Kormorane und Pelikane begleitet, immer auf der Suche nach Fisch im Wasser. Die Inseln waren nicht bewohnt, lediglich eine Forschungsstation und eine – jetzt kommt´s – Guano-Raffinerie, in der die Exkremente der Vögel verarbeitet werden. Yummy. Statt Menschen war allerdings jede Menge Tierleben dort anzutreffen. Wir sahen rote Krebse, verschiedene Vogelarten, Pinguine und Seehunde, die sich hier in der Sonne aalten. Teilweise waren die Inseln so voller Vögel, dass man den Boden kaum noch ausmachen konnte.

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Wir genossen diesen kleinen Vorgeschmack auf das, was uns am Ende unserer Reise noch erwarten sollte. Länger wollten wir uns in diesem ansonsten wirklich nichts-sagenden Ort allerdings nicht aufhalten, so dass wir direkt weiter fuhren.

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